Erfolgreiches Konfliktmanagement – …eigene Blockaden erkennen und überwinden

Erfolgreiches Konfliktmanagement - eigene Blockaden erkennen und überwinden - Detlef FroehlichAuch gut geschulte Führungskräfte oder Vorgesetzte in spe verfügen nicht selten über gewisse Blockaden, die den Erfolg des Konfliktmanagements beeinträchtigen können. Sie bemerken diese Hürden meistens, wenn Sie dabei sind, den Konflikt zu analysieren, den Sie erkannt zu haben glauben.

Vielleicht meinen Sie im Grunde Ihres Herzens, dabei ginge es nur um „Pillepalle“, oder Sie kommen zu dem voreiligen Schluss, die überall als Mimose bekannte Kollegin oder der als grober Klotz verschriene Kollege würde einmal mehr maßlos übertreiben. Sie möchten sich mit so einem Kinderkram eigentlich nicht befassen, aber ein kompetentes Konfliktmanagement verlangt genau das von Ihnen. Retten Sie sich nicht in die Überheblichkeit, weil Ihre eigene Unlust an der Konfliktlösung Sie zögern lässt. Ihre Mitarbeiter spüren es, wenn Sie nicht handeln, und Sie untergraben damit Ihre Autorität.

Schieben Sie im Sinne eines erfolgreichen Konfliktmanagement kein Gespräch auf

Als ständig geforderte Führungskraft möchten Sie sich mit lapidaren Querelen zwischen Ihren Mitarbeitern lieber nicht aufhalten. In der Zeit, die Sie für eine Unterredung aufwenden, könnten Sie andere gewinnbringendere Dinge für Ihr Unternehmen tun. Zu kurz gedacht: Jeder unbewältigte Konflikt in der Belegschaft kostet Geld, weil dadurch Energie und Leistungskraft gebunden werden. Wer vor seinem Computer brütet und übelnimmt, arbeitet nur auf Sparflamme. Haben Sie den bestehenden Konflikt analysiert, bitten Sie die beiden Streithähne nacheinander zum Gespräch. Vorher legen Sie eine Ihrer erprobten Argumentationsstrategien, Ihre Fragen und Ich-Botschaften fest, damit Ihr Gesprächspartner sich nicht wie am Pranger fühlt. Es gehört Fingerspitzengefühl zu einem richtig guten Konfliktmanagement, vor allem dann, wenn Sie innerlich Blockaden spüren, sich „auf dieses Niveau“ herabzulassen. Oft geht es ja nur um so leidige Themen wie unaufgeräumte Schreibtische und Kaffeeküchen, das Anhäufen von Papierbergen oder den aufdringlichen Geruch von mitgebrachtem Essen, mit denen sich manche Menschen gegenseitig das Berufsleben vergällen.

 

Erfolgreiches Konfliktmanagement - 1814 Euro am Tag

 

Helfen Sie auch den Konfliktparteien dabei, Blockaden abzubauen

Reden Sie mit beiden Betroffenen unter vier Augen. In Gegenwart des „Feindes“ wird keiner offen sprechen, um sich keine Blöße zu geben. Auch wenn Sie es mit einem sturen, uneinsichtigen oder larmoyanten Mitarbeiter zu tun haben, lassen Sie sich nicht zu unkontrollierten Emotionen hinreißen. Es reicht, wenn Ihr Gegenüber Wut im Bauch hat oder fassungslos darüber ist, was ihm der Kollege angetan hat. Jeder unüberlegte Satz von Ihnen könnte als weiterer Angriff aufgefasst werden und es verhindern, die Blockaden des Betroffenen zu durchbrechen. Machen Sie keine Scherze auf Kosten Ihres Mitarbeiters, sondern beweisen Sie Ihr Know-how im Konfliktmanagement durch Empathie. Lassen Sie sich die Konfliktsituation aus der Sicht Ihres Mitarbeiters schildern, hören Sie ihm gut zu. Dann gelingt es Ihnen leichter, sowohl seine Darstellung als auch die der Gegenseite nachzuvollziehen. Denn in der subjektiven Wahrnehmung jedes Einzelnen liegt meist die Ursache für den Konflikt sowie die Scheu vor einer direkten Auseinandersetzung. Dabei spielen auch Fehleinschätzungen des Charakters oder der Belastbarkeit des Kollegen eine Rolle – oder beides wird vollkommen realistisch eingestuft. Hier ist Ihre Qualität als Vermittler im Konfliktmanagement gefragt.

Detlef Fröhlich
Erfolgreiches Konfliktmanagement

 
 


 
 

Erfolgreiches Konfliktmanagement – …Konflikte angehen, wenn Sie klein sind

Erfolgreiches Konfliktmanagement - Konflikte angehen, wenn sie klein sind - Detlef FroehlichDiese Regel lässt sich nicht immer anwenden, wenn es um Konflikte zwischen Ihren Mitarbeitern geht. Bestehen aber Spannungen zwischen Ihnen und einem Mitarbeiter, nutzen Sie Ihren Vorsprung, um eine daraus resultierende Demotivation zu verhindern.

Jeder dritte Beschäftigte klagt darüber, in den letzten zwölf Monaten Stress mit seinem unmittelbaren Vorgesetzten gehabt zu haben, belegt eine aktuelle Studie. Wenn es zwischen Ihnen und einem Ihrer Mitarbeiter knirscht und hin und wieder kracht, ist es allerhöchste Zeit, Ihre Fähigkeiten auf dem Gebiet des Konfliktmanagements zu aktivieren. Das Zauberwort heißt offene Konfliktkommunikation, und diese sollte bereits einsetzen, sobald gravierende Differenzen deutlich werden.

Gekonntes Konfliktmanagement erstickt Konflikte im Keim

In manchen Unternehmen geht die Firmenleitung davon aus, Konflikte am Arbeitsplatz seien normal und nicht zu ändern. So fatalistisch zu denken, ist längst nicht mehr angesagt. Es geht nicht um Friede, Freude, Eierkuchen und um das Ersticken kreativer Streitkultur. Doch tiefgreifende Konflikte zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern vergiften die Atmosphäre und sind kontraproduktiv für die Arbeit Ihres Teams – vor allem wenn die Spannungen auf persönlichen Animositäten beruhen oder sich der Mitarbeiter von Ihnen ungerecht behandelt fühlt. Konflikte haben unterschiedliche Ursachen. Ihr Konfliktmanagement ist gefragt, um diese entweder zu verhindern oder aber so stressfrei wie möglich beizulegen. Das muss passieren, solange der Konflikt schwelt und sich noch nicht festgesetzt hat. Letzteres führt unweigerlich dazu, dass Ihr Mitarbeiter weniger motiviert seine Aufgaben erfüllt, und auch bei Ihnen kann eine Blockade entstehen, die Sie nicht mehr so zügig und effektiv wie gewohnt arbeiten lässt.

 

erfolgreiches Konfliktmanagement - das perfekte Laptopbusiness

 

Sinkende Motivation hat Folgen

Erhöhte Fehlzeiten, Kündigungen und schwache Arbeitsleistungen sind Folgen eines unzureichenden Konfliktmanagements. Dem gegenüber steht ein wirkungsvolles Konfliktmanagement, das sich in einer aggressionsfreien Kommunikation über den Konflikt ausdrückt. Verbale Angriffe gegen Mitarbeiter demotivieren in den meisten Fällen, deshalb müssen Sie sich als Führungskraft auf eine konstruktive Weise mit Ihrem Mitarbeiter auseinandersetzen. Das Gespräch unter vier Augen verläuft ähnlich, als wenn Sie in der Vermittlerrolle sind. So wie es zu Ihrer täglichen Arbeit gehört, deeskalierend bei Konflikten zwischen Kollegen zu wirken, fallen Spannungen zwischen Ihnen und einem Untergebenen ebenfalls in Ihre Verantwortung. Sie können außerdem darauf hinwirken, dass alle Personen in Ihrem Team vorbeugend einen Konfliktmanagement-Kursus machen, damit künftige Spannungen auf Augenhöhe ausgeräumt werden.

Wehret den Anfängen – das gilt auch für Sie

Manche Mitarbeiter verstehen sich darauf, Vorgesetzte zu provozieren. Ständig wollen sie eine Extrawurst gebraten bekommen, zeigen sich wenig belastbar, sind morgens unpünktlich, aber abends überpünktlich. Sticheln Sie nicht hinter dem Rücken eines Mitarbeiters in der Hoffnung, dass die Kollegen es ihm zutragen. Werden Sie nicht sarkastisch und tadeln Sie nicht mehr als nötig. Zeichnet sich bereits ein Konflikt zwischen Ihnen ab, wird der Mitarbeiter jede Rüge auf sich und nicht auf seine Arbeit beziehen. Erstklassiges Konfliktmanagement zeigt sich in Ihrer Haltung: Gehen Sie auf den. Mitarbeiter zu und reden Sie respektvoll mit ihm, ohne ein Hehl daraus zu machen, dass Sie ein anderes Verhalten erwarten. Ändert sich nichts, bitten Sie den Betreffenden in regelmäßigen Abständen zu sich und setzen Sie Ihr Konfliktmanagement ungerührt fort.

Detlef Fröhlich
Erfolgreiches Konfliktmanagement

 


 
 

Erfolgreiches Konfliktmanagement – …Umgang mit Ängsten in der Konfliktsituation

Erfolgreiches Konfliktmanagement - Umgang mit Aengsten in der Konfliktsituation - Detlef FroehlichAls Führungskraft sind Sie nicht davor gefeit, sich aufs Glatteis führen zu lassen. Es gibt Menschen, die sich geschickt von jeder Fehlleistung freisprechen und fix mit Schuldzuweisungen sind. Wird dies durch einen beeindruckend selbstbewussten Auftritt untermauert, ist Ihre Objektivität vielleicht in Gefahr.

Oder Sie fürchten ernstlich um das Seelenheil einer Person, die Ihnen zitternd das Herz ausschüttet, wie gemobbt und gedemütigt sie sich fühlt. Jetzt zeigt sich, wie sicher Sie im Konfliktmanagement sind oder wie stark Sie sich von Gefühlsaufwallungen oder demonstrativer Selbstsicherheit beeinflussen lassen. In beiden Fällen stellen sich möglicherweise für Sie typische Ängste in Konfliktsituationen ein. Hatten Sie ein gutes Coaching, kennen Sie Ihre Neigung zum Helfersyndrom oder Ihren Respekt vor forschem Auftreten. Doch hier sind Sie als Autorität gefragt, und Sie praktizieren ein fundiertes Konfliktmanagement, die Ihnen kein Seminarleiter abnimmt.

Qualifiziertes Konfliktmanagement ist stärker als Wutausbrüche

Rastet Ihre Gegenüber aus und wütet nicht nur gegen seinen Widersacher, sondern auch gegen Sie, nehmen Sie dies nicht persönlich. Sie werden Zeuge eines Verhaltens, das auf Hilflosigkeit und dem Gefühl der Ohnmacht beruht. Lenken Sie das Gespräch behutsam auf eine sachliche Ebene. Geben Sie Ihre Eindrücke wieder und legen Sie dar, wie Sie sich in der Rolle der Gegenpartei fühlen würden. Verschweigen Sie nicht, was Sie am Umgang der beiden Streithähne stört. Es spricht für ein vorbildliches Konfliktmanagement, gemeinsame Sichtweisen auf den Arbeitsalltag zu entdecken und sich mit Ihrem Mitarbeiter darüber auszutauschen.

 

erfolgreiches Konfliktmanagement - Low Cost Weltenbummler

 

Lassen Sie sich von eigenen Ängsten nicht ins Bockshorn jagen

Reagieren Sie nicht auf Drohungen, selbst wenn diese unterschwellig bei Ihnen verfangen. Eventuell möchten Sie auf diesen Mitarbeiter keinesfalls verzichten und befürchten, er könne aus Frust kündigen. Entgehen Sie Manipulationsversuchen, gemeinsam auf die dritte, nicht anwesende Person zu schimpfen. Schmieden Sie keine Ränke, sondern verdeutlichen Sie mit jedem Satz, wie unparteiisch Sie sind und dass es Ihnen ausschließlich um die Sache geht. So steuern Sie dank eines klugen Konfliktmanagements den weiteren Prozess und das folgende Gespräch mit der Gegenpartei. Bitten Sie Ihren Gesprächspartner um einen Vorschlag zur Konfliktlösung. Diesen vergleichen sie mit dem des Widersachers. Entwickeln Sie aus beiden Vorschlägen Ihre Lösungsstrategie, die Sie in einem Gespräch zu dritt vortragen. Unter Umständen ist diese Unterredung gar nicht mehr nötig. Nehmen Sie aber nicht deshalb davon Abstand, weil Sie sich als Dritter automatisch unbehaglich fühlen und eine Koalitionsbildung gegen sich befürchten.

Ist die Konfliktlösung tatsächlich tragfähig?

Sonnen Sie sich nicht im Erfolg Ihres gelungenen Konfliktmanagements und Ihrer ausgezeichneten Mitarbeiterführung. Es kann sein, dass der Konflikt erneut aufbricht und abermals zu eskalieren droht. Sobald Sie feststellen, dass alte Missstände wieder einreißen oder sich die Betroffenen erneut beharken, nehmen Sie beide nochmals ins Gebet. Hören Sie nicht auf von Ängsten diktierte innere Warnungen, Sie könnten in einem ungünstigen Licht dastehen, weil Sie nachlegen müssen. Handeln Sie rein pragmatisch: Oft genügt ein Stichwort in die eine oder andere Richtung, um an die getroffene Vereinbarung zu erinnern. Drücken Sie beiden Mitarbeitern Ihre Wertschätzung über die bisher geleisteten Bemühungen aus.

Detlef Fröhlich
Erfolgreiches Konfliktmanagement

 


 
 

Erfolgreiches Konfliktmanagement – …in der Ruhe liegt die Kraft!

Erfolgreiches Konfliktmanagement - in der Ruhe liegt die Kraft - Detlef FröhlichHaben Sie eine Position, in der Sie mit Konfliktmanagement betraut sind? Oder steigen Sie gerade die Karriereleiter zur Führungskraft hinauf? Dann zählte zu den gewünschten Soft Skills für Ihren Job sicherlich auch Ihre Fähigkeit zum Konfliktmanagement.

Sie gehört zum Rüstzeug eines Managers, Team- oder Abteilungsleiters. Chefs lernen ebenfalls dazu, wenn es um Mitarbeiterführung und Konfliktmanagement in der Belegschaft geht. Untersuchungen haben ergeben, dass die deutsche Wirtschaft noch effizienter wäre, würden nicht so viele Menschen lustlos ihrer Arbeit nachgehen. Konflikte am Arbeitsplatz nennen Tausende Beschäftigte als Grund für die innere Kündigung. Dabei sind mit Ruhe und guter Schulung sowohl deeskalierendes Konfliktmanagement als auch umsichtige Mitarbeiterführung möglich.

Konfliktmanagement beginnt im Alltag

Das Betriebsklima ist störungsanfällig. Bereits kleinere Streitereien unter Kollegen führen zu mieser Stimmung am Arbeitsplatz. Sollte die Chemie zwischen zwei Mitarbeitern offenkundig nicht stimmen, sind Sie aufgerufen, Ihre Fähigkeiten im Konfliktmanagement zu beweisen. Manchmal leidet ein Kollege beispielsweise unter der Unordnung eines anderen, ohne dass dieser davon eine Ahnung hat. Bemerken Sie, dass ein Störenfried ständig Telefonate in übertriebener Lautstärke führt, greifen Sie ein. Bitten Sie ihn zu sich und sagen Sie ihm, Ihnen sei aufgefallen, dass alle seine Telefonate mithören könnten. Es ist dem Betroffenen vermutlich gar nicht bewusst, und er wird zusagen, künftig auf seine Stimme zu achten. So tragen Sie dazu bei, dass die übrigen Mitarbeiter nicht mehr gestört werden und sich die Atmosphäre entspannt.

 

erfolgreiches Konfliktmanagement- Blackbox

 

Brechen Sie Konflikten die Spitze ab

Manche Kollegen kommen nicht miteinander aus, und als Vorgesetzter wird Ihnen das Konfliktmanagement nicht bei jeder Person gleich leicht fallen. Es gibt in jeder Belegschaft Nervensägen und „Opfer“, die sich ständig benachteiligt fühlen. Missgunst und Konkurrenzverhalten sind ebenfalls stark verbreitet. Auf diesem Nährboden entwickeln sich Konflikte. Auseinandersetzungen werden jedoch oft nur unterschwellig ausgetragen und eskalieren urplötzlich, wenn der berühmte Tropfen das Fass zum Überlaufen bringt. Sie benötigen eine gute Beobachtungsgabe und ein offenes Ohr für scheinbare Randbemerkungen. Trauen Sie lieber Ihrem gesunden Menschenverstand statt Personalakten, in denen Beschäftigte häufig kategorisiert werden. Je besser Sie die Personen kennen, die Ihnen zuarbeiten, desto transparenter fällt Ihre Mitarbeiterführung und Ihr Konfliktmanagement aus. Bleiben Sie gelassen und vor allem fair, lassen Sie sich nach außen keine Parteilichkeit anmerken – dann greifen Sie wirkungsvoll ein, ehe Konflikte lautstark ausgetragen werden und mit Kränkungen verbunden sind.

Behalten Sie den nachtragenden Typ im Blick

Bekanntlich gibt es Menschen, die nur so tun, als würden sie alles vergeben und vergessen. In ihnen aber gärt es, und sie warten auf den Moment, in dem sie sich für erlittene Schmach rächen können. Dabei kann es sich um Lappalien wie eine scherzhaft gemeinte Bemerkung oder aber um einen Dauerkonflikt handeln. Je erfahrener Sie im Konfliktmanagement sind, desto eher spüren Sie, wenn einer Ihrer Mitarbeiter in die innere Emigration geht. Sie sollten diesen Menschen rechtzeitig ansprechen, ehe das Ganze unverhältnismäßig eskaliert und Unruhe in Ihr Team bringt. Ist die Luft am Arbeitsplatz vergiftet, wirkt sich dies nachteilig auf die Leistungsbereitschaft aus. Eine der Aufgaben im Konfliktmanagement besteht darin, genau das zu verhindern.

Detlef Fröhlich
Erfolgreiches Konfliktmanagement – …Konflikten vorbeugen, sie erkennen und erfolgreich lösen!

 


 
 

Erfolgreiches Konfliktmanagement – … Gespräche entspannen

Erfolgreiches Konfliktmanagement und Wirtschaftsmediation - Gespräche entspannenImmer wieder kann es zu schwierigen Gesprächssituationen kommen, die Sie besonders fordern. Sie selbst bringen freundlich und sachlich Ihr Anliegen vor. Doch Ihr Gesprächspartner blockt ab, reagiert polemisch, kann oder will nicht aktiv an der Lösung mitwirken.

Viele Menschen fühlen sich dann machtlos. Sind verärgert. Fallen selbst in ähnliche Verhaltensmuster.

Gerade in Konfliktsituationen können sich dadurch die Fronten verhärten, verlagern oder eskalieren.

Die nachfolgenden Tipps können Ihnen helfen, besser zu kommunizieren und ein erfolgreiches Konfliktmanagement zu praktizieren.

Nehmen Sie die Situation zunächst bewusst wahr

Für ein erfolgreiches Konfliktmanagement ist es wichtig, dass Sie zunächst die Situation, das Problem oder den Konflikt selbst ganz bewusst wahrnehmen. Sie sollten sich auch Ihrer Gefühle und Bedürfnisse bewusst werden.

Schildern Sie dann im Gespräch vorwurfsfrei was Sie beobachtet haben, welche Gefühle Sie und Bedürfnisse Sie haben und äußern zuletzt eine konkrete Bitte.

Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob Sie Ihre eigenen Beobachtungen, Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche vortragen oder dem anderen Vorhaltungen machen.

erfolgreiches Konfliktmanagement - Geld verdienen mit Facebook-Konto

Seien Sie einfühlsam

Kommunikation findet nicht nur auf der Sachebene, sondern vor allen Dingen auf der Gefühlsebene statt. Sehr schnell passiert es daher, dass Worte verletzten. Und der eigentliche Gesprächszweck aus den Augen verloren wird.

Sie können Ihrem Gesprächspartner helfen, wenn Sie zwischen ihm und sich eine Brücke bauen. Nehmen Sie seine Worte nicht persönlich. Hören Sie ihm vielmehr genau zu. Was belastet ihn, was fühlt und braucht er, was wünscht er sich.

Es geht nicht darum, WIE er etwas sagt, sondern WAS er sagt.

Geben Sie das Gehörte mit eignen Worten wieder und vergewissern Sie sich, ob Sie ihn richtig verstanden haben. Versuchen Sie dabei auch wahrgenommene Gefühle zum Ausdruck zu bringen bzw. zu hinterfragen. Ist Ihr Gesprächspartner verärgert, traurig, verängstigt, enttäuscht, verletzt …?

Sie zeigen so Ihrem Gesprächspartner, dass Sie ihm zugehört und ihn verstanden haben. Und helfen ihm, sich seiner eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Gefühle bewusster zu werden.

Zudem ermöglicht diese Vorgehensweise, Missverständnisse und Unklarheiten aufzudecken und zu klären. Helfen Sie Ihrem Gesprächspartner durch entsprechende Nachfragen.

Hören Sie lieber zu

Sehr schnell sind viele Menschen dabei, Probleme klein zu reden, Trost zu spenden, Ratschläge zu geben oder Lösungen anzubieten.

In vielen Fällen helfen Sie Ihrem Gesprächspartner aber mehr, wenn Sie ihm aktiv zuhören. So fühlt er sich verstanden und akzeptiert. Häufig kann er dann viel leichter das Problem selbst besser einschätzen und eigene Lösungsansätze entwickeln.

Detlef Fröhlich
Erfolgreiches Konfliktmanagement und Wirtschaftsmediation

 


 
 

Erfolgreiches Konfliktmanagement mit mehr Lebensfreude und Optimismus

erfolgreiches Konfliktmanagement und Wirtschaftsmediation - mit mehr Lebensfreude und Optimismus - Detlef FröhlichSelten gehen Konflikte spurlos an uns vorbei. Sie fordern uns physisch und psychisch. Sie verletzen uns in der Seele und hinterlassen ihre Narben.

Konflikte belasten uns

Häufig belasten uns Konflikte noch Stunden, Tage oder Wochen später. Bevorstehende Konfliktsituationen rauben uns den Schlaf, bereiten Kopf- und Magenschmerzen oder lassen uns vor Angst erstarren.

Konflikte bedeuten für die Beteiligten Stress pur. Nur wenige Menschen sind so abgebrüht, dass ihnen Konflikte scheinbar nichts anhaben können. Meist sieht es aber auch bei ihnen hinter der Fassade ganz anders aus.

Menschen leiden in Konflikten

Konflikte sind eng mit Wut, Hass, Aggressionen, Frustration, Rückzug, Hilflosigkeit, Sorgen, Befürchtungen und Ängsten verbunden. Viele Menschen leiden in diesen Zuständen.

Stress macht krank

Zwar sind Stressreaktionen für uns in bestimmten Gefahrensituationen überlebensnotwendig, doch Dauerstress und tiefgreifende geistige und seelische Verletzungen sind schädlich. Rund 70 % aller Erkrankungen gelten heute als stressbedingt.

Stress wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) daher zu Recht zu der größten Gesundheitsgefahr unseres Jahrhunderts erklärt.

Erschöpfung – Angst – Burnout – Herzinfarkt

Zu viel Stress führt zu geistiger, körperlicher und seelischer Erschöpfung. Die Konzentration lässt nach, die Reizbarkeit steigt, es kommt zu Verspannungen und Schlafstörungen. Es folgen Magen- und Kopfschmerzen, Rückenbeschwerden, Herzrasen, Depressionen, Herzrasen und Herzinfarkt, Angst- und Panikstörungen und Burnout.

erfolgreiches Konfliktmanagement - kostenlos verreisen

Stress behindert ein erfolgreiches Konfliktmanagement

Wiederholt oder intensiv erlebte Konfliktsituationen belasten uns und unsere zwischenmenschlichen Beziehungen, können uns einsam und krank machen.

Sind wir oder andere angespannt, erschöpft oder überfordert, können selbst kleinste Anlässe heftigste Konflikte heraufbeschwören, Konflikte eskalieren lassen oder auch eine Konfliktvermeidung verhindern. Ein erfolgreiches Konfliktmanagement rückt in weite Ferne.

Diktatur des Adrenalins

Auch wenn Sie ein erfolgreiches Konfliktmanagement praktizieren oder praktizieren wollen, wird es immer wieder Ereignisse und Situationen geben, die Sie im besonderen Maß fordern werden. Viele solcher kleinen oder größeren Herausforderungen und Konflikte können Sie schnell in die Fänge der Diktatur des Adrenalins treiben. Mit allen seinen fatalen Folgen.

Mehr Lebensfreude und Optimismus

Wie Sie es verhindern können, dass es bei Ihnen soweit kommt, bzw. wie Sie schnell wieder einen Weg aus der Stressfalle herausfinden, können Sie ab sofort auf dem Blog Mehr Lebensfreude und Optimismus – …genieße das Leben!!! erfahren.

Eine ruhige, ausgeglichene und gelassene Art ist häufig schon der Schlüssel für ein erfolgreiches Konfliktmanagement.

Die richtige Balance finden

Denken Sie an sich, an Ihre Familie und Ihre Mitarbeiter. Sie werden und sollten Konflikte nicht gänzlichen vermeiden. Aber nur wenn Sie eine vernünftige Balance zwischen Anspannung und Entspannung, Beruf, Familie, Freizeit, Lebenssinn und Gesundheit finden, werden Sie sich mit der erforderlichen Energie einem erfolgreichen Konfliktmanagement widmen können.

Gelassen, stressresistent und ausgeglichen

Ein erfolgreiches Konfliktmanagement braucht gelassene, stressresistente und ausgeglichene Beteiligte. Das kommt nicht von ungefähr, sondern erfordert aktives Tun.

Der Blog Mehr Lebensfreude und Optimismus – …genieße das Leben!!! möchte Sie dabei unterstützen, Stress abzubauen, Ihr Wohlbefinden zu steigern, innere Ruhe zu finden sowie auf Konfliktsituationen besser vorbereitet zu sein und besser mit ihnen umgehen zu können. Schauen Sie doch einfach einmal vorbei. Klicken Sie dazu bitte einfach hier!

Detlef Fröhlich
Erfolgreiches Konfliktmanagement und Wirtschaftsmediation

 


 
 

Erfolgreiches Konfliktmanagement – …oder sich häufiger einmal in die Grauzone begeben!

Erfolgreiches Konfliktmanagement und Wirtschaftsmediation - sich häufiger einmal in die Grauzone begeben - Detlef FröhlichNicht wenige Menschen neigen dazu, Personen, Sachen, Geschehnisse und Standpunkte in schwarz oder weiß einzuteilen. Ihre Überzeugungen vertreten sie dann dementsprechend mit aller Vehemenz. Ganz nach dem Motto: „Seien Sie vernünftig. Verhalten Sie sich so, wie ich es will!“.

Konflikte sind dabei vorprogrammiert und ein erfolgreiches Konfliktmanagement in weite Ferne gerückt.

Gefangen in seiner eigenen Festung

Ein Mensch, der die Welt in schwarz oder weiß einteilt, verbarrikadiert sich. Er errichtet um seine Vorstellungen und Forderungen eine Festung. Die dicken Festungsmauern verwähren es anderen, sich ihm mit ihren Vorstellungen nähern zu können. Und auch er selbst ist in seiner Festung gefangen. Ein Verlassen ist für ihn gleichbedeutend mit der Aufgabe seiner eigenen Betrachtungsweisen und damit einhergehend eigener Schwäche. Aber das kommt für ihn nicht in Betracht.

Nichts ist wirklich nur schwarz oder weiß

Bei genauerer Betrachtung von Personen, Sachen und Geschehnissen werden Sie sehr leicht feststellen können, dass nichts wirklich nur schwarz oder weiß, richtig oder falsch, wahr oder unwahr ist. Sehr häufig gibt es dazwischen eine sehr breite Grauzone.

Das beharrliche Festhalten an Meinungen, Anschauungen oder Überzeugungen lässt wenig Spielraum zu, kann die Gräben zwischen Menschen noch vertiefen und ist meist wenig erfolgversprechend. Die Grauzone hingegen ist ein Bereich des gegenseitigen Verstehens, der Annäherung und des Einverständnisses.

erfolgreiches Konfliktmanagement - Gehaltsgeheimnisse

Die Sicht des anderen respektieren

In der Grauzone sollte jeder seinen Standpunkt vertreten können und der Standpunkt des anderen respektiert werden. In ihr gibt und nimmt jeder. Die Bereitschaft, auch einmal die Sicht des anderen ein- und möglicherweise anzunehmen, ist eine wichtige Voraussetzung der Annäherung und eine gute Basis für ein erfolgreiches Konfliktmanagement.

Die Grauzone schließt nicht sich aus, dass miteinander hart, aber fair verhandelt wird. Hilfreich ist jedoch schon, dass Sie überhaupt miteinander reden. Verhärtete Fronten bringen niemanden wirklich weiter.

Erfolgreiches Konfliktmanagement und Wirtschaftsmediation
– Praxistipp –

Seien Sie bereit, offen, ehrlich und fair in einen Dialog mit anderen zu gehen. Geben Sie anderen die Chance, ihren Standpunkt zu erläutern und betrachten Sie Ihre eigene Sichtweise nicht als unumstößlich. Wenn Sie lange genug miteinander reden, werden Sie häufig auch eine gemeinsame Lösung finden und einander die Hand geben können.

Neue Ideen und Lösungen entstehen sehr oft zwischen den Extremen. Machen Sie sich diese Kenntnis zu Nutz und begeben Sie sich immer häufiger auch einmal in die Grauzone.

Detlef Fröhlich
Erfolgreiches Konfliktmanagement und Wirtschaftsmediation

 


 
 

Mehr und mehr Rechtsschutzversicherungen bieten Mediation als alternatives Konfliktmanagement an

Erfolgreiches Konfliktmanagement und Wirtschaftsmediation - Rechtsschutzversicherung und Mediation - Felix GinthumImmer mehr Rechtsschutzversicherungen haben im Zuge des Gesetzgebungsverfahrens zum Mediationsgesetz erkannt, dass sich mit dem alternativen Konfliktmanagement Mediation schneller Streitfälle außergerichtlich Abwickeln lassen. Über ein dutzend Rechtsschutzversicherungen bezahlen bei Bedarf einen Mediator. Eine Reihe von Details sind ungeklärt und werden mit dem Kurzbeitrag beleuchtet. Insbesondere bleibt der Versicherungsnehmer dort auf der Strecke, wo Mediationsverfahren ohne anwaltliche Begleitung erfolgen.

Rechtsschutzversicherer als Marketingmaschine für Mediation

Auch wenn einigen Rechtsschutzversicherten die Möglichkeit einer außergerichtlichen Lösung noch gar nicht bekannt ist: das neue innovative Leistungsangebot der Rechtsschutzversicherungen ist eine glänzende Marketingstrategie für Mediation.  Mediation ist als Verfahren noch nicht in der Umgangssprache verankert. Dies könnte sich jedoch in den nächsten Jahren ändern, denn Mediation wird zunehmend auch in der juristischen Ausbildung zum Thema und gewinnt durch das Mediationsgesetz an Aufmerksamkeit. Versicherungsnehmer, die eine Mediation in Anspruch genommen haben, sind zum Großteil sehr zufrieden mit der Lösung ihres Streitfalls. Immerhin werden rund zwei Drittel der Fälle erfolgreich mit einer Einigung abgeschlossen.

Die Rechtsschutzversicherungen handeln hierbei im eigenen Interesse. Denn es kann Zeit, Energie und Geld sparen, wenn durch eine Mediation ein langwieriger und kostspieliger Streit vermieden werden kann. Bei aller Euphorie für diese erfreuliche Entwicklung soll daher gefragt werden, wie sich Mediation und Rechtsschutzversicherung im Detail gestalten.

Kleingedrucktes in den Rechtsschutzversicherungsbedingungen

Bei folgenden Punkten sind Unklarheiten und befremdliche Strukturen im Zusammenspiel von Rechtsschutzversicherungen und Mediation aufgefallen, die sich in der Praxis als problematisch erweisen könnten:

1) Anwaltliche Beratung und Mediationsverfahren – wer trägt die Kosten des Anwalts?

Je nach dem Kleingedruckten in den Versicherungsvertrag wird der Versicherungsnehmer einen Rechtsanwalt im Rahmen einer Mediation nur in Anspruch nehmen können, wenn dies im Leistungskatalog enthalten ist. Eine anwaltliche Beratung ist vor allem dann in einem Mediationsverfahren erforderlich, wenn eine Mediationsvereinbarung aufgesetzt wird. Häufig wissen die Beteiligten nicht, welche Folgen sich aus einer solchen Regelung ergeben können, so dass dazu geraten wird, dass die Beteiligten in dem Mediationsverfahren sich vor dem rechtsverbindlichen Abschluss einer Mediationsvereinbarung anwaltlich bzw. mit  einem Parteienvertreter beraten. Erst solche Vereinbarungen sind nachhaltig. Dort, wo der Versicherungsnehmer Mediationsvereinbarungen ohne anwaltliche Begleitung abschließt ist die Gefahr groß, dass Mediationsvereinbarungen gegen die Interessen der Versicherungsnehmer abgeschlossen werden. Nur wer in Kenntnis seiner Rechte kann er frei entscheiden, ob er eine Mediation oder ein Gerichtsverfahren wählt.

2) Rechtschutzversicherer stellen einen Mediator

Nur teilweise bestimmen Rechtsschutzversicherer, dass der Kunde einen von ihnen bestimmten Mediator einzubinden hat. Solche Mediatoren sind bei den Versicherungen angestellt oder gehören zu Organisationen, die mit der Versicherung eng verknüpft sind. Aus § 3 des Entwurfs zum Mediationsgesetz folg in der derzeitigen Fassung eine Offenbarungspflicht des Mediators: „Umstände, die die Unabhängigkeit und Neutralität der einzelnen Mediatoren bzw. des einzelnen Mediators beeinträchtigen können, sind insbesondere persönliche oder geschäftliche Verbindungen zu einer Partei oder ein finanzielles oder sonstiges eigenes Interesse am Ergebnis der Mediation“.

Damit kommt ein Mediator oder eine Mediatorin, die bei einer Rechtsschutzversicherung angestellt ist oder sonstigen Weisungen der Versicherung unterliegt bzw. finanziell abhängig ist, für ein Mediationsverfahren nicht geeignet. Diese Entwicklung wird zu beobachten sein.

Ungeklärt ist ebenso, was passiert, wenn zwei Parteien mit unterschiedlichen Rechtsschutzversicherungen den Weg einer Mediation wählen: Was geschieht, wenn eine Versicherung einen hausinternen Mediator bestimmen möchte.

erfolgreiches Konfliktmanagement - ueberfaellige Gehaltserhoehung

3) Geeignete Mediatoren

Für den Versicherungsnehmer und für die Rechtsschutzversicherungen kann die Auswahl eines geeigneten Mediators schwierig sein. Die Bezeichnung Mediator ist kein geschützter Begriff. Die Unterschiedliche Qualität der Ausbildungen hat dazu geführt, dass Skeptiker sich erst gar nicht auf das exotisch anmutende Verfahren einer neuen Form des Konfliktmanagements einlassen. Inzwischen gibt es eine Reihe von großen bundesweit agierenden Organisationen, welche in den letzten Jahren die Mindeststandards an eine Ausbildung als Mediator festgelegt haben. Üblicherweise umfasst eine Ausbildung ca. 200 Zeitstunden.

Ein vor einer IHK geprüfter Mediator/Wirtschaftsmediator (IHK) wird i. d. R. über eine entsprechende fachliche Qualifikation verfügen.

4) Kosten der Mediation

Die meisten Rechtsschutzversicherer, die Mediation in ihr Leistungsspektrum aufgenommen haben kappen die Kosten für ein Mediationsverfahren. Da die Finanzierung des Mediationsverfahrens ein wesentlicher Aspekt der  Attraktivität des Verfahrens ist, sind Deckelungen bei unter 1.000 EUR der Sache nicht dienlich. Einige Versicherungen übernehmen Kosten in Höhe von bis zu 4.000 EUR und machen damit  ein ergebnisoffens Verfahren möglich.

Erfolgreiches Konfliktmanagement und Wirtschaftsmediation
– Praxistipp –

Wer eine Rechtsschutzversicherung abschließt und darauf Wert legt, dass Mediation als alternatives Konfliktmanagement im Leistungskatalog enthalten ist, sollte sich die Mühe machen das Kleingedruckte in den Bedingungswerken durchzulesen. Viele Rechtsschutzversicherungen machen erstaunlich gute Angebote. Einige Versicherungen haben Mediation nicht im Leistungsangebot.  Wenn Sie eine Versicherung haben und eine Mediation in Anspruch nehmen wollen empfiehlt es sich, die Details, wie z. B. anwaltliche Beratung, Höhe der Kostenübernahme für ein Mediationsverfahren zuvor mit ihrer  Versicherung zu besprechen, um Überraschungen zu vermeiden.

Felix Ginthum
Erfolgreiches Konfliktmanagement und Wirtschaftsmediation

 


 
 

Erfolgreiches Konfliktmanagement und Wirtschaftsmediation in der Praxis: Mediationsklausel eine Förmelei?

 Erfolgreiches Konfliktmanagement und Wirtschaftsmediation - Mediationsklausel als Förmelei - Felix GinthumA. Urteil des LG zu einer Mediationsklausel

Das Landgericht hatte die zwischen den Parteien vertraglich vereinbarte Mediation nicht als Voraussetzung für die Klageerhebung angesehen und die Klage ohne vorhergehende Mediation für zulässig gehalten.

Eine Mediationsklausel kann z. B. lauten:

„Die Parteien verpflichten sich, im Falle einer sich aus diesem Vertrag ergebenden Streitigkeit vor Klageerhebung bei einem ordentlichen Gericht oder Schiedsgericht eine Mediation gemäß der …… Mediationsordnung für Wirtschaftskonflikte durchzuführen.“

B. Begründung des Urteils

Es begründete dies wie folgt:

1. Wenn in der Mediation selbst das Verfahren von beiden Parteien jederzeit ohne weiteres beendet werden könne, dann sei eine Mediationsklausel kein wirksamer Klageverzicht, sondern sinn- und gegenstandslos.

2. Ein Verweis auf den Internetauftritt einer Institution, die Wirtschaftsmediation anbiete mache diese für den Gegner undurchschaubar, da die Kosten, Dauer und Zeitpunkt der Durchführung nicht klar genug seien. Daher genüge diese nicht dem gesetzlichen Transparenzgebot.

3. Die Mediationsklausel sei ein „durchaus vernünftiger“ Apell an eine gütliche Einigung, der aber das gerichtliche Verfahren nicht hindere.

C. Kritik des Urteils

Das Urteil des LG ist verfehlt. Der Richterspruch ist offenbart schwere Fehler und ist weder im Ergebnis noch in der Begründung haltbar. Im Einzelnen:

1. Wenn die Parteien sich vertraglich (in einer Mediationsklausel) darauf geeinigt haben vor Anrufung eines ordentlichen Gerichts eine Mediation durchzuführen, dann ist darin eine zulässige Vereinbarung, die damit zu einer Prozessvoraussetzung wird. Nicht nur, dass das Gericht keinen Raum für den Rechtsgrundsatz pacta sunt servanda aufbringt. Das Gericht hat schlicht nicht verstanden, dass es sehr wohl sinnvoll sein kann zunächst eine Mediationssitzung durchzuführen. Denn haben sich die Parteien erst einmal auf eine Mediationssitzung eingelassen, dann bestehen in der Praxis sehr wohl Chancen auf eine gütliche Einigung.

erfolgreiches Konfliktmanagement - pasives Einkommen für jedermann

Die Heilbronner Richter kennen sehr wohl die gesetzlichen Begünstigungen für eine einvernehmliche Streitbeilegung, wie Gerichtskostenermäßigung, ermäßigte Vergleichsgebühr und werden jedes durch Vergleich beendigte Verfahren im

richterlichen Pensenschlüssel anrechnen. Auch hätten sich das Gericht nicht vorschnell über die Klausel hinwegsetzen müssen, da es auch die Möglichkeit gegeben hätte das Gerichtsverfahren auszusetzen bzw. ruhen zu lassen. Die richtige Entscheidung wäre gewesen die Klage als unzulässig abzuweisen.

2. Auch der behauptete Verstoß gegen das Transparenzgebot der Mediationsordnung nach § 307 Abs. 1 S. 2. BGB hält einer näheren Betrachtung nicht stand. Nach Meinung des LG müssten alle Mediationsordnungen alle „elementaren Verfahrensregele) der Mediation in die Klausel mit aufgenommen werden. Damit wären per se alle von institutionellen Anbietern empfohlenen Mediationsklauseln unwirksam. Im vorliegenden Fall fehlte es gerade nicht an Transparenz, da eindeutig geregelt war, welche Verfahrensordnung anzuwenden sein sollte.

3. Falsch ist es indes, die Mediationsklausel als ein „durchaus vernünftiger“ Apell an eine gütliche Einigung zu sehen, der aber gerade das gerichtliche Verfahren nicht hindere. Mit dieser Auffassung gibt das Gericht sein Unverständnis für das Mediationsverfahren zu erkennen und enthüllt ein unzeitgemäßes paternalistisches Rechtsverständnis. Im Hinblick auf das geplante Mediationsgesetz und in Anbetracht der EU-Richtlinie zu Mediation ist diese Haltung noch weniger zu verstehen.

D. Auswirkungen für die Praxis

Es ist offen, ob andere Gericht der Rechtsauffassung des Heilbronner Landgerichts folgen werden. Vor dem Hintergrund das für Mai 2011 erwartete Mediationsgesetz werden solche Auffassungen nicht mehr haltbar sein. Dennoch sollten Mediationsklauseln einer eingehenden Prüfung unterzogen und im Hinblick auf „elementare Verfahrensgrundsätze“ konkretisiert werden, um von vornherein Überraschungen zu vermeiden.

Felix Ginthum
Erfolgreiches Konfliktmanagement und Wirtschaftsmediation

 


 
 

Managementaufgabe: Konfliktlösung durch Kreativität (Six Thinking Hats)

Erfolgreiches Konfliktmanagement und Wirtschaftsmediation - Managementaufgabe Konfliktlösung durch Kreativtätstechnik Six Thinking Hats - Felix GinthumKonfliktumfeld Unternehmen braucht Freiräume für Kreativität

Im unternehmerischen Alltag wächst der Druck  – von innen und von außen. Neue Wettbewerber schnappen angestammte Marktanteile weg. Die „Kreditklemme“ im Gefolge der Finanzmarkt-Turbulenzen verschärft die Kriterien für Kreditvergabe. Einstige Kunden und Kollegen werden zu Konkurrenten. Produkte und Dienstleistungen werden austauschbar und verursachen einen wachsenden Preis- und Kostendruck. Demografischer Wandel, gestiegene Anforderungen an technologisch bedingte und beschleunigte Veränderungsprozesse lassen Mitarbeitern und Management keinen Freiraum. Wenn Strukturen und Prozesse wichtiger sind als Menschen bzw. Mitarbeiter entsteht eine Unternehmenskultur der Angst und des Misstrauens.  Da das menschliche Miteinander eine entscheidende Rolle für den Unternehmenserfolg spielt ist eine Unternehmenskultur, die den Mitarbeitern und Führungskräften Freiräume lässt eine Voraussetzung für ein kreatives und erfolgreiches Konfliktmanagement.

Mit Kreativitätstechniken Freiräume zu etablieren

Gerade wenn das Konfliktumfeld wenig geeignet erscheint, um Möglichkeiten für kreatives Konfliktmanagement zu bieten, kann ein konkreter Konflikt Anlass sein rigide Strukturen zu durchbrechen. Es gibt eine Vielzahl von Kreativitätstechniken, die dann in Frage kommen. Die bekannteste Technik ist sicher das Brainstorming. Allerdings hat eine Vielzahl von Untersuchungen gezeigt, dass neue Ideen von kreativen Menschen schneller im Alleingang produziert werden können, so dass das Einzelergebnisse häufig besser waren als ein Brainstorming in der Gruppe. Mit der Technik Six Thinking Hats von Edward de Bono wurden jedoch durchweg gute Erfahrungen gemacht. Ein Grund liegt darin, dass die Methode sehr zielfokussiert, strukturiert und effizient ist.

Kreativitätstechnik Six Thinking Hats

Diese Ziele können bei Anwendung der Methode innerhalb eines Unternehmens erreicht werden:

–          negative Haltungen gegenüber Konflikten abbauen

–          Konflikt- bzw. Postionsdenken innerhalb der Gruppe mindern

–          Kommunikation verbessern

–          Problemlösungstechniken mittels des systematischen Ansatzes selbst anwenden

–          Sensibilität für Unterschiedliche Denkweisen schaffen

–          offeneres, kreativeres Klima für Diskussionen etablieren

Das Geheimnis der Methode bei den sechs Hüten des Denkens ist u. a. der Perspektivenwechsel. Metaphorisch setzen wir uns angesichts von Schwierigkeiten und Konflikten verschiedene Hüte auf. Die Farbe des jeweiligen Hutes symbolisiert, welche Sichtweise gewählt wird.

erfolgreiches Konfliktmanagement - Gehirn auf Erfolg programmiert

Six Thinking Hats

Der weiße Hut steht für objektive Information über die Ist-Situation.  Der gelbe Hut richtet seinen Focus auf Vorteile und neue Sichtweisen und Möglichkeiten. Der schwarze Hut ist des Teufels Advokat und hat die Aufgabe vor den Risiken und Gefahren zu warnen. Der grüne Hut setzt Kreativität frei und sucht nach Alternativen. Der rote Hut gibt Raum für Gefühle, Motive und Intuition. Der blaue Hut moderiert die Sichtweisen.

Mit der strikten Trennung der verschiedenen Denk- und Sichtweisen ist der Prozess überraschend klar strukturiert. Es macht den Beteiligten Spaß in kurzer Zeit mit Disziplin auf eine klare Aufgabenstellung mit konkreten Resultaten aufwarten zu können. Dies stärkt das Selbstbewusstsein der Beteiligten und Sensibilisiert im Umgang mit Konflikten und Herausforderungen, da mit die Methode hilft aus Routinen, eingefahrenen Prozessen und Gewohnheiten herauszukommen. Wie das Brainstorming kann die Technik der sechs Hüte sowohl alleine als auch in der Gruppe eingesetzt werden.

Für sich alleine kann die Technik genutzt werden, um ein Thema umfassend zu betrachten. In der Gruppe kann diese erfolgreich angewandt werden. Hierdurch werden langwierige und unproduktive Diskussionen umgangen. Der Nutzen in der Gruppe ist im Gegensatz zu „konventionellen“ Vorgehensweisen sehr schnell und direkt erfahrbar. Wichtig ist jedoch, dass die Beteiligten bereit sind, sich darauf einzulassen. Auch ist die Methode situativ einsetzbar, wenn ein Meeting ins Stocken gerät.

Grundregel der Methode

Eine wichtige Grundregel ist es, dass wenn ein Hut an der Reihe ist alle diesen Hut aufhaben, so dass alle parallel in die durch die Farbe des Huts vorgegebene Richtung denken. Wenn der grüne Hut an der Reihe ist sind alle Kommentare, die im Zusammenhang mit anderen Hüten stehen, zu vermeiden. Dem Moderator kommt hier die Aufgabe zu sehr strikt auf die Einhaltung dieser Regel zu achten.

Managementaufgabe mit Kreativität Freiräume schaffen

Es ist Aufgabe des Managements im Hinblick auf eine kreative Unternehmenskultur Freiräume zu schaffen. Anstatt die Mitarbeiter „mitzunehmen“ und die eigene Vision mitzuteilen (I have shared my vision) können anhand konkreter Anlässe auch und gerade, wenn dies Konfliktsituationen sind, Mitarbeiter in neue Sichtweisen mit Hilfe von Kreativitätstechniken erlebbar neue Freiräume erkunden. Durch das Einüben von Kreativitätstechniken wird es leichter im Konfliktfall die Interessen hinter den gegensätzlichen Positionen zu erkennen und auf verdeckte Ängste, Sorgen und Vorstellungen zu reagieren.

Felix Ginthum
Erfolgreiches Konfliktmanagement und Wirtschaftsmediation

 


 
 

1 2 3 4