Erfolgreiches Konfliktmanagement – …eigene Blockaden erkennen und überwinden

Erfolgreiches Konfliktmanagement - eigene Blockaden erkennen und überwinden - Detlef FroehlichAuch gut geschulte Führungskräfte oder Vorgesetzte in spe verfügen nicht selten über gewisse Blockaden, die den Erfolg des Konfliktmanagements beeinträchtigen können. Sie bemerken diese Hürden meistens, wenn Sie dabei sind, den Konflikt zu analysieren, den Sie erkannt zu haben glauben.

Vielleicht meinen Sie im Grunde Ihres Herzens, dabei ginge es nur um „Pillepalle“, oder Sie kommen zu dem voreiligen Schluss, die überall als Mimose bekannte Kollegin oder der als grober Klotz verschriene Kollege würde einmal mehr maßlos übertreiben. Sie möchten sich mit so einem Kinderkram eigentlich nicht befassen, aber ein kompetentes Konfliktmanagement verlangt genau das von Ihnen. Retten Sie sich nicht in die Überheblichkeit, weil Ihre eigene Unlust an der Konfliktlösung Sie zögern lässt. Ihre Mitarbeiter spüren es, wenn Sie nicht handeln, und Sie untergraben damit Ihre Autorität.

Schieben Sie im Sinne eines erfolgreichen Konfliktmanagement kein Gespräch auf

Als ständig geforderte Führungskraft möchten Sie sich mit lapidaren Querelen zwischen Ihren Mitarbeitern lieber nicht aufhalten. In der Zeit, die Sie für eine Unterredung aufwenden, könnten Sie andere gewinnbringendere Dinge für Ihr Unternehmen tun. Zu kurz gedacht: Jeder unbewältigte Konflikt in der Belegschaft kostet Geld, weil dadurch Energie und Leistungskraft gebunden werden. Wer vor seinem Computer brütet und übelnimmt, arbeitet nur auf Sparflamme. Haben Sie den bestehenden Konflikt analysiert, bitten Sie die beiden Streithähne nacheinander zum Gespräch. Vorher legen Sie eine Ihrer erprobten Argumentationsstrategien, Ihre Fragen und Ich-Botschaften fest, damit Ihr Gesprächspartner sich nicht wie am Pranger fühlt. Es gehört Fingerspitzengefühl zu einem richtig guten Konfliktmanagement, vor allem dann, wenn Sie innerlich Blockaden spüren, sich „auf dieses Niveau“ herabzulassen. Oft geht es ja nur um so leidige Themen wie unaufgeräumte Schreibtische und Kaffeeküchen, das Anhäufen von Papierbergen oder den aufdringlichen Geruch von mitgebrachtem Essen, mit denen sich manche Menschen gegenseitig das Berufsleben vergällen.

 

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Helfen Sie auch den Konfliktparteien dabei, Blockaden abzubauen

Reden Sie mit beiden Betroffenen unter vier Augen. In Gegenwart des „Feindes“ wird keiner offen sprechen, um sich keine Blöße zu geben. Auch wenn Sie es mit einem sturen, uneinsichtigen oder larmoyanten Mitarbeiter zu tun haben, lassen Sie sich nicht zu unkontrollierten Emotionen hinreißen. Es reicht, wenn Ihr Gegenüber Wut im Bauch hat oder fassungslos darüber ist, was ihm der Kollege angetan hat. Jeder unüberlegte Satz von Ihnen könnte als weiterer Angriff aufgefasst werden und es verhindern, die Blockaden des Betroffenen zu durchbrechen. Machen Sie keine Scherze auf Kosten Ihres Mitarbeiters, sondern beweisen Sie Ihr Know-how im Konfliktmanagement durch Empathie. Lassen Sie sich die Konfliktsituation aus der Sicht Ihres Mitarbeiters schildern, hören Sie ihm gut zu. Dann gelingt es Ihnen leichter, sowohl seine Darstellung als auch die der Gegenseite nachzuvollziehen. Denn in der subjektiven Wahrnehmung jedes Einzelnen liegt meist die Ursache für den Konflikt sowie die Scheu vor einer direkten Auseinandersetzung. Dabei spielen auch Fehleinschätzungen des Charakters oder der Belastbarkeit des Kollegen eine Rolle – oder beides wird vollkommen realistisch eingestuft. Hier ist Ihre Qualität als Vermittler im Konfliktmanagement gefragt.

Detlef Fröhlich
Erfolgreiches Konfliktmanagement

 
 


 
 

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